Unser Spendenkonto

 
EthikBank
IBAN DE88 8309 4495 0003 1160 00
BIC GENODEF1ETK


TERRE DES FEMMES –
Menschenrechte für die Frau e.V.
Brunnenstr. 128
13355 Berlin

Jugendportal zwangsheirat.de

Jugendportal zum Thema Zwangsheirat

Fachkräfteportal zu Zwangsheirat

Fachkräfteportal zum Thema Zwangsheirat

'United to END FGM' (UEFGM)

Portal 'United to End FGM'

Aktuelle Nachrichten aus unserer Arbeit

SAVE THE DATE – Bundesweite Büchertischaktion zum Internationalen Tag “Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung” am 06. Februar 2018

Weibliche Genitalverstümmelung ist ein globales Problem und geschieht weltweit. Nach Schätzungen der WHO sind weltweit ca. 200 Millionen Frauen betroffen. Laut TERRE DES FEMMES Schätzungen leben mehr als 58.000 Betroffene und rund 13.000 gefährdete Mädchen und junge Frauen in Deutschland. Um...

ONE BILLION RISING 2018 – weltweite Tanzdemo gegen Gewalt an Frauen

Am Mittwoch, den 14. Februar tanzen wieder weltweit Menschen anlässlich der Kampagne ONE BILLION RISING, um ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Die Aktion findet 2018 zum sechsten Mal statt. TERRE DES FEMMES ist von Anfang...

Kernforderungen von TERRE DES FEMMES an die künftige Bundesregierung

Gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei – ein immer noch fernes Ziel für die Mehrheit der Mädchen und Frauen in aller Welt. TERRE DES FEMMES strebt nach einer Welt ohne geschlechtsbasierte Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung. Auch in Deutschland geschehen jeden Tag Menschenrechtsverletzungen...

Stellungnahme der AG Genitalverstümmelung zum Thema Kritisches Weißsein/ Rassismus bei TDF

März 2012

Die Geschichte der Begegnung zwischen den Kontinenten ist eine gewaltvolle Geschichte, die ihre Spuren hinterlassen hat. Rassismus hat die Menschheit nachhaltig zertrennt und Betroffene auf beiden Seiten hinterlassen. Um in der Welt miteinander zu kommunizieren, ist ein Bewusstsein darüber notwendig, wie ich auf mein Gegenüber wirke, wen ich repräsentiere, was für eine Geschichte ich in die Begegnung einbringe.
(Phoenix e.V.)

Warum beschäftigt sich die AG FGM mit diesem Thema?

Entstanden ist das Anliegen aus der Wahrnehmung, dass die AG in Bezug auf Weißsein weitgehend homogen ist: fast ausschließlich gehören ihr Weiße Frauen an. Warum ist das so?
Wen sprechen wir mit unserer Arbeit an und wen schrecken wir ab oder schließen wir gar aus? Mit welcher Motivation beschäftigen wir uns mit dem Thema FGM und wie sprechen wir darüber (bspw.: Öffentlichkeits-arbeit, Vorträge zum Thema)? Gerade im Zusammenhang mit dem Thema der AG FGM ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Positionierung von großer Wichtigkeit. Daher beschäftigt sich die AG FGM seit Februar 2010 intensiv mit den Themen Kritisches Weißsein/ Rassismus.

Was ist kritisches Weißsein?

Kritisches Weißsein ist keine Erfindung Weißer Menschen, sondern entwickelte sich u.a. aus den Perspektiven der afroamerikanischen Frauen- und Empowermentbewegung. Aus einer kritischen Weißsein Perspektive wird davon ausgegangen, dass es eine rassistische Struktur gibt, die Menschen in gesellschaftlichen Zusammenhängen hierarchisch positioniert. Weißsein bedeutet in dieser Hierarchie eine Position, die eine Norm darstellt und ein Herrschafts-prinzip etabliert. Während beim Thema Rassismus auf unterschiedliche Weise meist die als „Andere“ konstruierten im Mittelpunkt stehen, ist bei einer kritischen Weißsein Perspektive die Produktion von Weißsein der erklärungsbedürftige Gegenstand.

Warum die Kategorien Weiß und Schwarz?

Mit dem Konzept Weißsein wird eine analytische Trennung in Schwarz und Weiß vorgenommen. Dies ruft oft die empörte Frage hervor, ob diese Einteilung nicht ein geschichtlich überholtes rassistisches Konzept sei. Zwar ist das biologische „Rassenkonzept“ schon lange widerlegt, Rassismus aber ist damit leider nicht überwunden. Schwarz und Weiß bezeichnen also nicht die Hautfarbe von Menschen, sondern ist eine Einteilung von Menschen in Unterschiede, auf die zu achten erst gelernt wird. Es gibt hier Parallelen mit der gesellschaftlichen Konstruktion von Geschlecht.

Ziel der Thematisierung von Weißsein ist es, die Strukturen des Rassismus sichtbar zu machen, die Ungleichheit hervorbringen und festschreiben. Grundgedanke des Konzepts: (Macht-)Strukturen werden erst durch eine Sichtbarmachung und Benennung veränderbar, eine NichtBenennung macht sie noch mächtiger.

Was sind Weiße Privilegien?

Als Weiße haben wir aufgrund unseres Weißseins Privilegien. Dies sind strukturelle Vorteile, die ein Mensch durch Weißsein erhält. Aus der inneren Sicht der Weißen Perspektive ist es schwer, sich darauf einzulassen, weil das, was im Folgenden als Privilegien dargestellt wird, wir als Weiße nicht als Privilegien wahrnehmen, sondern als Normalität und Selbstverständlichkeit.

Beispiele für derartige Privilegien sind:

  • Wenn ich mich um einen Job bewerbe, denke ich nicht darüber nach, ob mein Weißsein für die Auswahl eine Rolle spielt.
  • Wenn ich von der Polizei angehalten werde, ist mein Weißsein nicht der Grund dafür.
  • Ich habe die Wahl mich mit Rassismus auseinander zu setzen oder auch nicht.

Rassismus als strukturelles Problem

Rassismus wird von sozial engagierten Weißen häufig als ein Thema behandelt, das nichts mit ihnen selbst zu tun hat. Die Perspektive auf Weißsein heißt, den Fokus nicht auf People of Color/Schwarze Menschen zu richten, sondern auf sich selbst, auf Weiße Menschen, die Rassismus tagtäglich bewusst oder unbewusst (re-)produzieren und von ihm profitieren.

Rassismus ist also kein nur in rechts-extremen Gruppierungen zu findendes Phänomen, sondern vielmehr eine Struktur unserer Gesellschaft. Ähnlich der Geschlechterhierarchie ist jede_r davon geprägt und reproduziert auch unbewusst diese Machtverhältnisse. Die Thematisierung von Weißsein will dazu aufrufen, Verantwortung dafür zu übernehmen.

Es geht dabei nicht um Schuld und Beschuldigungen, sondern darum, das Verstricktsein aller Menschen in Rassismus zu erkennen und anzuerkennen, dass wir alle durch Sozialisierung rassistische Denkstrukturen verinnerlicht haben. Es soll Selbstreflexion über die eigene Involvierung angestoßen werden, um Konsequenzen zu diskutieren und im eigenen Handeln umzusetzen. Wer bin ich als Weiße_r? Welche Privilegien habe ich als Weiße_r und wie kann ich verantwortungsvoller damit umgehen?

Wie hat sich die AG FGM bisher mit dem Thema auseinandergesetzt?

Neben der Auseinandersetzung mit unserer eigenen Positionierung als vorwiegend Weiße Frauen, haben wir auch unser Auftreten als Verein nach außen hin betrachtet. Dies passiert v.a. durch unsere Öffentlichkeitsarbeit (v.a. Flyer). So war ein Hauptergebnis dieses Prozesses die Überarbeitung der FGM Flyer anhand einer Checkliste des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags. Wir haben Texte und Bilder auf die Reproduktion von rassistischen Stereotypen hin überprüft sowie verbessert und geändert. Kritisch die eigene Stellung zu hinterfragen, sich eigenen Privilegien und den Umgang damit bewusst zu machen sowie das eigene vorurteilsbehaftete Denken zu erkennen, sind keine einfachen Prozesse und sie brauchen Zeit!

 

(Der Text ist eine Zusammenstellung aus verschiedenen Quellen, wie u.a.
ASA AG Weißsein (2010): Weißsein - Was bedeutet das?
Interaktiver Text; Eske Wollrad (2005): Weißsein im Widerspruch. Feministische Perspektiven auf Rassismus, Kultur und Religion, Ulrike Helmer Verlag)

Unsere prominenten UnterstützerInnen:

LALE AKGÜN

LALE AKGÜN

Politikerin

NADINE ANGERER

NADINE ANGERER

Fußballerin

SABINE ASGODOM

SABINE ASGODOM

Bestsellerautorin, Coach

SEYRAN ATES

SEYRAN ATES

Frauenrechtlerin, Autorin und Rechtsanwältin

CONNY CZYMOCH

CONNY CZYMOCH

Moderatorin, Medientrainerin

NAZAN ECKES

NAZAN ECKES

TV-Moderatorin

LISA FITZ

LISA FITZ

Kabarettistin und Sängerin

ULRIKE FOLKERTS

ULRIKE FOLKERTS

Schauspielerin

NINA HOSS

NINA HOSS

Schauspielerin

INGE JENS

INGE JENS

Schriftstellerin

SIBEL KEKILLI

SIBEL KEKILLI

Schauspielerin

RUDOLF KOWALSKI

RUDOLF KOWALSKI

Schauspieler

MAREN KROYMANN

MAREN KROYMANN

Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin

GUDRUN LANDGREBE

GUDRUN LANDGREBE

Schauspielerin

DIANA LUEGER

DIANA LUEGER

Sängerin der Band Zweitfrau

URSELA MONN

URSELA MONN

Schauspielerin

INGRID NOLL

INGRID NOLL

Schriftstellerin

DORO PESCH

DORO PESCH

Musikerin

PETER PRANGE

PETER PRANGE

Schriftsteller

LUISE F. PUSCH

LUISE F. PUSCH

Sprachwissenschaftlerin

JOCHEN SENF

JOCHEN SENF

Schauspieler und Autor

«
»

CHANGE Plus

Portal des Projekt CHANGE Plus gegen weibliche Genitalverstümmelung

Patinnenprogramm CONNECT

connect women screen

Logo Transparenzinitiative