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Appell an neue Bundesregierung, mehr in Bildung und Berufsförderung für weibliche Geflüchtete zu investieren

Zum Internationalen Frauentag am 8. März fordert die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES (TDF) die neue Bundesregierung auf, geflüchteten Mädchen und Frauen dieselben Bildungschancen wie allen anderen Menschen in Deutschland zu ermöglichen. „Geflüchtete Mädchen und Frauen gezielt zu fördern, um ihnen Bildung und damit Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen, ist die Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration“, erklärt dazu TDF- Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle. Frauen müsse ermöglicht werden, unabhängig von Männern für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, um selbstbestimmt, frei und gleichberechtigt leben zu können. Nur so könne verhindert werden, dass patriarchale Strukturen tonangebend sind, Mädchen Gewalt erfahren, früh- und zwangsverheiratet und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden. 

Jede zu früh Verheiratete ohne Schulabschluss und Berufsausbildung ist nach Ansicht der Frauenrechtsorganisation eine zu viel. Es geht darum, die Weichen für die künftige Generation richtig zu stellen. „Keine demokratische Gesellschaft kann es sich erlauben, einen Teil seiner weiblichen Bevölkerung in patriarchalen Parallelgesellschaften zu vergessen und ihre Talente brach liegen zu lassen“, appelliert Christa Stolle an die neue Bundesregierung.

Das neue Gesetz zur Bekämpfung von Frühehen, das im vergangenen Juni endlich verabschiedet wurde und für das TERRE DES FEMMES lange gekämpft hat, war ein erster Schritt. Nun müsse dafür gesorgt werden, dass sich Mädchen und junge Frauen vor Frühehen schützen können. „Wer über Bildung verfügt, weiß auch über seine Rechte Bescheid“, meint Christa Stolle. Deshalb sei jeder Euro, den die neue Bundesregierung in Bildung und Berufsförderung geflüchteter Mädchen und Frauen investiert, gut angelegt. 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland müssen alle Mädchen und Frauen, dieselben Chancen wie Jungen und Männer haben, nicht nur beim Urnengang, sondern auch im Alltag.

Stand: 03/2018