Die Bedeutung einer Frauenrechtsorganisation für geflüchtete Mädchen – Das letzte Mädchentreffen im Jahr 2018 in Kooperation mit LieberLesen e. V.

Teilnehmende Mädchen in der TERRE DES FEMMES-Geschäftsstelle. Foto:© TERRE DES FEMMESTeilnehmende Mädchen in der TERRE DES FEMMES-Geschäftsstelle. Foto: © TERRE DES FEMMES„Was macht überhaupt eine Frauenrechtsorganisation?“ Mit dieser Frage wurde das Treffen der Mädchenschulung eingeleitet. Das Treffen fand diesmal in unseren Räumlichkeiten statt, in Begleitung von TERRE DES FEMMES-Referentin Abir Alhaj Mawas und Prof. Dr. Barbara Schaeffer-Hegel von LieberLesen e. V.

Zu Beginn wurde besprochen, welche Ziele TERRE DES FEMMES verfolgt und wie diese Ziele konkret erreicht werden können. Die neugierigen Mädchen zeigten großes Interesse, da sie in ihren Heimatländern bisher solch eine Organisation nicht kennenlernen durften. Auch die bunten Flyer zu Themen wie Frühehe und Gleichstellung von Mann und Frau trafen auf offene Ohren, wodurch die Mädchen auch von ihren Rechten in Deutschland erfuhren.  

Anschließend haben alle zusammen einen Film geschaut, der verschiedene Aspekte des Alltags von Mädchen aufgreift, die Solidarität untereinander, aber auch häusliche Gewalt und Gewalt an Schulen. Dabei wurde der Fokus auf den Umgang der betroffenen Mädchen mit Gewalt gelegt, um den Mädchen verschiedene Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Der Film konnte somit nicht nur unterhalten, sondern lieferte auch eine gute Basis für noch mehr Diskussionen.

Unter dem Stichwort ‚Selbstbestimmung‘ durften die Mädchen ihre Wunschkleider zeichnen. Die Ergebnisse zeigten emanzipierte, moderne und natürlich hippe junge Mädchen. Daran anknüpfend wurden verschiedene Berufe vorgestellt, die auch von Frauen ausgeführt werden können. Eine spannende Auseinandersetzung, weil sich viele Mädchen nicht bewusst darüber waren, dass Frauen tatsächlich alle Berufe wählen können. Natürlich wurde unser Treffen mit vielen Spielen und mehreren Basteleinheiten geschmückt, sodass eine gemütliche, weihnachtliche Stimmung überwiegte. Selbst Weihnachten und die dazugehörigen deutschen Traditionen wurden so spontan angesprochen.

Als inhaltlicher Abschluss durften die Mädchen die „Frei leben ohne Gewalt“-Luftballons von TERRE DES FEMMES mit ihren Wünschen beschriften. Ein Mädchen schrieb zum Beispiel: „Ich wünsche mir, dass ich meinen Bruder wiedersehe.“ Am Ende sind alle gemeinsam essen gegangen und haben den informationsreichen Tag ruhig ausklingen lassen.

Vielen Dank für die Unterstützung an die Praktikantin aus dem Referat Gewalt im Namen der Ehre. Sie fand: „Das Treffen mit den Mädchen hat spannende Einblicke geboten und war eine interessante Erfahrung. Ich kenne selber einige junge geflüchtete Männer; Mädchen hingegen nicht persönlich. Somit war es lehrreich, sie und ihre Geschichten und Perspektiven kennenzulernen und sie zudem außerhalb der Umgebung der Geflüchteteneinrichtung zu erleben.“

Wir wünschen den Mädchen alles Gute, einen sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland und dass ihre Wünsche auf den Luftballons in Erfüllung gehen!

 

Stand 12/2018

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