Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Frauen in Burkina Faso mit einer Notoperation ein besseres Leben nach der weiblichen Genitalverstümmelung ermöglichen

Portait aus Burkina Faso

Terror, Vertreibung und aktuell ein Militärputsch: politische Unruhen und Gewalt in Burkina Faso reißen nicht ab, und niemand leidet mehr darunter als die Mädchen und Frauen des Landes. Für viele von ihnen addieren sich die neuen Gefahren zu den vielfältigen Gewaltformen, die ihr Leben ohnehin belasten – allen voran die weibliche Genitalverstümmelung und ihre fatalen Folgen.

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Afghanistan: „Frauen hatten in den letzten 20 Jahren viele Möglichkeiten, sich ihrer Rechte bewusst zu werden“

Interview mit Sima Samar

Sima Samar war die erste Ministerin für Frauenangelegenheiten in Afghanistan. Sie begann ihre Arbeit vor 20 Jahren ohne Budget, Personal und Ministeriumsgebäude. Sie stellte ihren Stuhl und Schreibtisch in ein Privathaus, es herrschte eine große Aufbruchsstimmung. Heute macht sich Sima Samar große Sorgen um ihr Land – doch die Arbeit war für sie nicht umsonst.

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„Mein Körper – meine Entscheidung“ – Ein Comic - Poster zur schulischen Aufklärung über FGM

Ada kommt gebürtig aus Burkina Faso und lebt mit ihren Eltern in Deutschland. Vor kurzem hat sie in der Schule zum ersten Mal von Weiblicher Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation bzw. FGM) gehört. An einem Montagmorgen erzählt Ada SchulfreundInnen von einem beunruhigenden Gespräch ihrer Eltern, das sie am Wochenende zufällig mitbekommen hat...

In Burkina Faso ist FGM schon seit 1996 gesetzlich verboten. Trotzdem ist die schädliche Praktik auch heute noch im ganzen Land verbreitet. Vor allem junge Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren sind davon betroffen. Auch junge Frauen, die nicht (mehr) in Burkina Faso, sondern z.B. in einem europäischen Land leben, können nach wie vor der Gefahr von FGM ausgesetzt sein. In Deutschland allein sind 75.000 Frauen von FGM betroffen, 20.000 Mädchen sind gefährdet, FGM zu erleiden (2020).

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„Afghanistan zu verlassen war definitiv eine sehr schwere Entscheidung…“

Mariam Heidari, Leiterin des Frauenbildungszentrums Shahrak, im Interview zur aktuellen Lage in Afghanistan (14:00 Minuten)

Mariam HeidariMariam Heidari vor ihrem Bücherregal in Afghanistan © Mariam Heidari Die frauenrechtliche Situation in Afghanistan ist besorgniserregend. Mehr als 100 Tage nach der Machtübernahme der Taliban werden weiterhin besonders die Rechte der Frauen eingeschränkt.

In einem Interview berichtet Mariam Heidari, Leiterin des seit 2004 von TDF unterstützten Frauenbildungszentrums Shahrak in Herat, Afghanistan, über die frauenrechtliche Lage in Afghanistan, über die aktuelle Situation für das Bildungszentrum und über ihre Wünsche für ihr Heimatland.

Mariam Heidari ist 29 Jahre alt und gebürtig aus Bamyan, Zentral-Afghanistan. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet sie in Herat. Mariam ist gelernte Chemieingenieurin, engagiert sich jedoch intensiv für die Rechte von Frauen und Mädchen und leitet seit mehreren Jahren das Frauenbildungszentrum in Herat.

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Die Lila.Help – Initiative des Globalen Frauenhaus-Netzwerks

Ein Digitalverzeichnis mit weltweiten Hilfsangeboten für Frauen im Gewaltfall

6073221Lila.help verwaltet ein Online-Register mit weltweiten Hilfsangeboten für Frauen im Gewaltfall © freepikTERRE DES FEMMES unterhält bereits seit vielen Jahren Listen mit spezialisierten Beratungsstellen weltweit für Frauen im Fall von Gewaltbetroffenheit. Wir freuen uns jedoch sehr, dass es nun ein globales Digitalverzeichnis gibt, das von einer Vielzahl von Nichtregierungsorganisationen (NRO) gepflegt und aktuell gehalten werden kann.

Die Initiative Lila.help ist ein vom Globalen Frauenhaus-Netzwerk (Global Network of Women’s Shelters bzw. GNWS) initiiertes sowie von diversen NRO eingepflegtes und überprüftes Online-Register mit vertrauenswürdigen Informationen zu spezialisierten Unterstützungsangeboten bei Gewalt gegen Frauen weltweit. Es listet sichere Notrufnummern und Informationen über lokale Hilfsdienste für jedes Land – ähnlich wie das Online-Register von Women Against Violence Euorpe (WAVE) für Europa.

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Rakieta Poyga zu Gast im Podcast Selbstbestimmt und frei der TDF- Städtegruppe Leipzig (34 Minuten)

Bildschirmfoto 2021 12 09 um 09.21.46 Selbstbestimmt und frei – der Podcast der Städtegruppe Leipzig
© TDF-Städtegruppe Leipzig

"Mein oberstes Ziel ist die Null-Toleranz von FGM – das ist das erste Gesetz und sehr wichtig für alles, was damit zusammenhängt. FGM darf nicht mehr sein. Selbst im Traum – es darf nicht mehr sein!" (Rakieta Poyga, 30:51, sinngemäß formuliert)

Rakieta Poyga, Frauenrechtsaktivistin, Leiterin und Mitgründerin der TDF- Partnerorganisation Association Bangr Nooma (ABN) in Burkina Faso ist zu Gast im Podcast Selbstbestimmt und frei der TERRE DES FEMMES-Städtegruppe Leipzig. Der Podcast thematisiert Frauenrechte und das frauenrechtliche Engagement von TDF – er behandelt vor allem die TDF-Kernthemen, wie beispielsweise Weibliche Genitalverstümmelung und Zwangsheirat, aber auch Themen wie Alltagssexismus.

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Erfolgreicher Launch des TDF-Kartenspiels „Es liegt an uns“

1.FotoDie TDF-Mitarbeiterinnen sind bereit zum Spielen © TDF Es ist vollbracht – unser neues frauenrechtliche Kartenspiel ist offiziell auf dem Markt!

Es liegt an uns ist ein Kartenspiel von TERRE DES FEMMES zur Auseinandersetzung mit den Menschenrechten der Frau, der Gleichberechtigung der Geschlechter und Gewalt an Mädchen und Frauen in Deutschland und weltweit.

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Dankesworte aus Burkina Faso zum 40-jährigen Jubiläum von TDF

Team ABNABN-MitarbeiterInnen vor dem Gewaltschutzzentrum CAEF / Bildrecht: ã Clément DraboTERRE DES FEMMES blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre Frauenrechtsarbeit zurück – auf einen Kampf für die Gleichstellung der Geschlechter und für das Recht von Frauen und Mädchen auf ein freies Leben ohne Gewalt!

Seit 1981 kämpft TDF gegen jede Form der Menschenrechtsverletzung, die Mädchen und Frauen erleben. Fest an ihrer Seite stehen dabei Mitstreiterinnen und Partnerorganisationen weltweit.

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Afghanische Frauenrechte sind Menschenrechte und unverhandelbar – Statement von Dr. Massouda Jalal zum Internationalen Tag der Menschenrechte

Frauenrechte sind Menschenrechte – und #unverhandelbar. Afghanische Mädchen und Frauen jedoch sehen sich seit der erneuten Machtergreifung der Taliban immer gravierenderen Verletzungen ihrer Rechte ausgesetzt. In ihrem Statement zum heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte appelliert Dr. Massouda Jalal, ehemalige afghanische Präsidentschaftskandidatin und Ministerin für Frauenrechte, an die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft:Massouda Jalal 02Dr. Massouda Jalal, ehemalige afghanische Präsidentschaftskandidatin und Ministerin für Frauenrechte (c) privat

Internationaler Tag für Menschenrechte: Wenn ein Tag nicht genug ist

Ich schließe mich heute der internationalen Gemeinschaft, der Menschheit und den Frauen in der Welt an, um den Internationalen Tag der Menschenrechte zu begehen.

Ich lenke die Aufmerksamkeit der Welt auf die Eskalation der Gewalt gegen afghanische Frauen, die offensichtlich eine Rückkehr zur Ideologie der Taliban und zur Unterdrückung der afghanischen Frauen signalisiert. Ich verurteile die zunehmenden öffentlichen Hinrichtungen, Enthauptungen, Morde, Vergewaltigungen, Schläge, das Verbot der Ausbildung von Mädchen, das Verbot der Beschäftigung von Frauen und andere Formen der Gewalt gegen afghanische Frauen auf das Schärfste. Dies sind eindeutig kriminelle Handlungen, die zeigen, wie sehr sich die Taliban von den Fortschritten bedroht fühlen, die in den letzten zwei Jahrzehnten vor dem 15. August, dem Zusammenbruch, in Bezug auf die Stellung der Frauen erzielt wurden.  

Heute sollten wir uns alle daran erinnern, dass Gewalt gegen Frauen eine Verletzung der Menschenrechte, eine Form der geschlechtsspezifischen Diskriminierung, ein Machtmissbrauch und vor allem eine Straftat ist, die nach dem Gesetz geahndet wird.

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Afghanische Frauen erheben ihre Stimmen auf Instagram – TERRE DES FEMMES macht sie auch in Deutschland hörbar

WOA2ã Hadi QasemiSeit der Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan im August 2021 prägen vor allem Angst und Ohnmacht den Alltag der meisten AfghanInnen. Frauen und Mädchen werden erneut massiv aus dem öffentlichen Leben gedrängt – dies reicht von diskriminierenden Verboten wie dem Besuch weiterführender Schulen und der Ausübung von Sport über den Verlust beruflicher Perspektiven z.B. in der Politik oder im Journalismus und damit auch wirtschaftlicher Unabhängigkeit bis hin zu roher Gewalt z.B. bei Missachtung der ultrakonservativen Kleidungsvorschriften. Die politischen Entwicklungen der letzten drei Monate sind vor allem und in besonderem Ausmaß für Frauen und Mädchen dramatisch. Verzweiflung und Hilflosigkeit sind überall spürbar.

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