Mahmoud, Mohamed I.

Mohamed Issa Mahmoud
© TERRE DES FEMMES

Mein Name ist Mohamed Issa Mahmoud, ich bin 56 Jahre alt und im Sudan geboren. Ich lebe seit September 2012 in Deutschland. Bevor ich nach Deutschland kam, habe ich in Libyen Geologie studiert und auf den Ölfeldern gearbeitet. Ich habe auch als Freiwilliger und Übersetzer beim UNHCR und bei Save The Children gearbeitet.

Momentan arbeite ich im Studentenwerk Berlin und engagiere mich ehrenamtlich für das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact, das mit Basisaktivisten zusammenarbeitet und Flüchtlinge und Migranten in ihrem Kampf für Bewegungsfreiheit und Gleichberechtigung unterstützt. Wir setzen uns außerdem für eine gerechte und selbstbestimmte Entwicklung ein, damit die Menschen in ihren Herkunftsländern unter sicheren und würdigen Bedingungen leben können.

Schon bei meinem ersten Treffen mit Terre Des Femmes haben mich die Projekte der Organisation angezogen. Besonders diejenigen, die das Bewusstsein für die große Gruppe von Frauen auf der Welt schärfen, die unter der schädlichen Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM/C) leiden. In diesem Moment beschloss ich, die Organisation als Freiwilliger zu unterstützen. Im Sudan ist FGM/C durch lokale Traditionen geschützt. Es ist schwierig, darüber zu sprechen oder dagegen anzukämpfen. Unsere Gesellschaft ist der Ansicht, dass FGM/C ein wesentlicher Bestandteil des Lebens einer Frau sein sollte -trotz der physischen und psychischen Schäden, die hiermit zugefügt werden können. Das mit FGM/C verbundene Leid besteht nicht nur während oder unmittelbar nach der Verstümmelung. Es begleitet die Frau während ihres gesamten Lebens. Aus diesem Grund bin ich sehr motiviert, Männer dazu zu bewegen, Frauen zu unterstützen und sie vor FGM/C und Kinder-, Früh- und Zwangsverheiratung (Child, Early and Forced Marriage - CEFM) zu schützen.