Figurentheater für Erwachsene aufmerksam: In einem spannenden Streitgespräch zwischen Großmutter und Enkeltochter werden Fragen zu Mädchenschutz, Vorurteilen, Toleranz und Religionsfreiheit diskutiert.
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Anfang 2025 feierte das Stück „Wenn Mädchen ,Kinderkopftuch‘ tragen – Stoff für viel Diskussion?!?“ der Künstlerin Gießelmann-Goetze Berlinpremiere. Einen Rückblick finden Sie hier. Das Interesse war groß und daher möchten wir auch im Februar 2026 eine Vorstellung mit anschließender Diskussion und Sektempfang veranstalten. Bitte beachten Sie, es handelt sich um dasselbe Figurentheater und nicht um eine Fortsetzung. Wir freuen uns sehr, Frau Gießelmann-Goetze wieder für eine Aufführung gewinnen zu können.
Frau Kathrin Michel, MdB und Sprecherin für Säkularität und Humanismus der SPD-Bundestagsfraktion wird an der Diskussion im Anschluss an die Aufführung teilnehmen. Ihr Amt ist ein Novum in der SPD. Sie möchte, dass neben der ungestörten Religionsfreiheit auch die sogenannte negative Religionsfreiheit gewährleistet wird. Säkulare Politik bedeute für sie nicht die Ablehnung von Religion, sondern die Anerkennung von Vielfalt. Gudrun Gießelmann-Goetze sowie Stephanie Walter, Referentin Gleichberechtigung und Integration, werden ebenfalls mitdiskutieren. Die Moderation übernimmt Gesa Birkmann, Abteilungsleiterin bei TERRE DES FEMMES.
Chancengleichheit und Teilhabe im deutschen Bildungssystem für alle Mädchen – unabhängig von Herkunft und Elternhaus - ist eine Forderung von TERRE DES FEMMES. Wir fordern eine bundeseinheitliche Regelung des „Kinderkopftuchs“ in öffentlichen Bildungseinrichtungen (Kita und Schule) für alle Mädchen bis zum 14. Lebensjahr. Denn das „Kinderkopftuch“ ist kein harmloses Stück Stoff, sondern eine geschlechtsspezifische Diskriminierung. Öffentliche Bildungseinrichtungen sind Orte des gemeinsamen Lernens und der Integration. Sie müssen allen Kindern eine Umgebung bieten, die freie und selbstbestimmte Entwicklung ermöglicht. Hier finden Sie auf einen Klick Hintergrundinformationen, Interviews mit Betroffenen und Fachkräfte sowie Rechtsgutachten, die eine Verfassungskonformität konstatieren.
Die Forderung für ein gleichberechtigtes Klassenzimmer ist ein zentraler bildungspolitischer Diskurs, welcher leider oftmals stark emotionalisiert und vorurteilsbehaftet geführt wird.
Lassen Sie sich daher vom Streitgespräch der Großmutter und der Enkeltochter ermutigen, in die Diskussion einzusteigen und diese weiterzutragen. Lassen Sie sich von den Aussagen der beiden zum Mitdiskutieren anregen, statt das Thema auszusitzen und seine Bedeutung zu verschweigen. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen in den Austausch zu gehen.