Aktuelles zum Thema Frauenhandel und Prostitution

Mädchenschutz: Cybergrooming, Loverboys – Gefahren im Internet

Pressefoto der klicksafe.de Initiative (Quelle: klicksafe/Philipp Pongratz)Foto: klicksafe/Philipp PongratzSeit 2004 macht die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz weltweit mit dem „Safer Internet Day“ auf die Risiken der neuen Medien und Technologien aufmerksam. 2019 findet dieser Tag am 05. Februar statt. Es geht darum ein breites Publikum von Schülern, Eltern, Lehrer, Initiativen, Privatpersonen und Politik zu sensibilisieren. Informationen zu den Aktionen im Jahr 2019 unter www.klicksafe.de/sid.

Aus diesem Anlass möchte TERRE DES FEMMES auf die Gefahren durch Cybergrooming und die Verbindung zu Mädchenhandel durch die Loverboy-Methode aufmerksam machen. Der Begriff „Cybergrooming“ bezeichnet das gezielte Anschreiben, Anchatten oder Ansprechen von Kindern oder Jugendlichen in virtuellen Räumen mit dem Ziel, diese emotional abhängig zu machen und so sexuellem Missbrauch und sexuelle Ausbeutung vorzubereiten. Die zunächst entgegengebrachten Schmeicheleien schlagen schnell um in explizite Forderungen nach offline-Treffen oder Nacktfotos/-videos. Cybergrooming passiert häufig sehr schnell.

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Französisches Verfassungsgericht erklärt Sexkaufverbot als verfassungskonform!

Conseil Constitutionnel, Paris.  Foto: © Mbzt / Creative Commons licenceConseil Constitutionnel, Paris.
Foto: © Mbzt / Creative Commons licence
TERRE DES FEMMES begrüßt die historische Entscheidung des französischen Conseil Constitutionnel (Verfassungsgericht) das 2016 eingeführte Sexkaufverbot zu bestätigen. Das Verfassungsgericht entschied am 1.Februar 2019, dass die Bestrafung der Sexkäufer nicht im Konflikt mit den in der französischen Verfassung verankerten Grundrechten steht.

Seit November 2018 berät der Conseil Constitutionnel über die Verfassungskonformität des abolitionistischen Gesetzes in Frankreich. Frankreich hatte 2016 ein Gesetzespaket beschlossen, welches Sexkäufer bestraft und Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte bietet. Ein paar NGOs haben dieses Gesetz kritisiert und einen Antrag auf Überprüfung der Verfassungskonformität gestellt. Die Entscheidung des Verfassungsgerichtes bestätigt jetzt, dass das Gesetz so wie es ist, verfassungskonform ist. Das Gericht erkennt an, dass Prostitution Gewalt gegen Frauen ist. Somit folgt das Verfassungsgericht den Argumenten der abolitionistischen Bewegung in Frankreich, die jahrelang für die Einführung des Sexkaufverbots gekämpft hatten und 2016 endlich Erfolg hatten. Wir bedanken uns für den Einsatz von CAP International, der Fondation Scelles und Mouvement du Nid, sowie 66 weiteren NGOs, die gemeinsam das Gesetz vor dem Verfassungsgericht verteidigt haben.

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Israel beschließt zum Jahreswechsel das Sexkaufverbot!

Knesset. Foto: © James Emery, Creative Commons licenceKnesset. Foto: © James Emery, Creative Commons LicenceTERRE DES FEMMES begrüßt diese einstimmige (!) Entscheidung der Knesset am 31.12.2018 das Sexkaufverbot in Israel einzuführen. Israel ist das 10. Land in dem das Sexkaufverbot erfolgreich eingeführt wurde. Die Kriminalisierung der Sexkäufer ist ein wichtiger Vorstoß für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Das Gesetz kämpft gegen die Gewalt an Frauen im System der Prostitution.

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