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Unser erstes Community Event war ein voller Erfolg!

Below the German text you will find the English version.

Bild 2.1Die Community TrainerInnen (von links nach rechts) Sekou Kaba, Muhammed Lamin Jadama, Colette Tchoumbou, Isatou Barry, Evariste Franz Kapnang Tchaptchet und Habiba Al Hinai beim ersten Community Event im Restaurant Pan Africa. Foto: © TERRE DES FEMMES.Am 26. März trafen sich die CHAIN Community TrainerInnen und luden Mitglieder ihrer Communitys ein, um über die Themen weibliche Genitalverstümmelung (engl. female genital mutilation; FGM) und Früh- und Zwangsverheiratung (early and forced marriage; EFM) zu sprechen.

Im Pan Africa Restaurant in Neukölln haben Community TrainerInnen über ihre Arbeit bei CHAIN, Herausforderungen sowie Erfolge berichtet. Nach wie vor ist es schwierig, einige Menschen in den Communitys zu erreichen und mit ihnen über die negativen Konsequenzen zu sprechen, wenn weiter an den schädlichen Praktiken (engl. harmful practices) festgehalten wird. Ihre Angebote von Sensibilisierungsaktivitäten (Behavior Change Activities; BCAs) oder solche, wie das Event letzten Samstag, sind niedrigschwellige Treffen, um sich auszutauschen und Fragen, Ängste und Hoffnungen bezüglich geschlechtsspezifischer Gewalt, vor allem FGM und Früh- und Zwangsverheiratung zu diskutieren. Als Erfolg wurde es angesehen, dass immer mehr Männer sich stark machen gegen FGM und EFM. Deren Unterstützung ist essenziell, da die patriarchalen Praktiken nur gemeinsam bekämpft werden können. Die Stärke derjenigen Frauen, die Überlebende der Praktiken sind, wurde hervorgehoben und es wurde betont, wie wichtig es ist, sie zu empowern. Die rund 25 Teilnehmenden bildeten eine sehr heterogene Gruppe bzgl. Alter, Ausbildung und Beruf, und Herkunft.Bild 2.2Evariste Franz Kapnang Tchaptchet spricht zu den Anwesenden über seine Arbeit als Community Trainer und den Kampf gegen FGM und EFM. Foto: © TERRE DES FEMMES. Was sie alle vereint, war der Wunsch, mehr über die Praktiken zu lernen und Gelegenheiten zu finden, sich auszutauschen. Das Community Event bot aus diesem Grund durch die Inputs der Community TrainerInnen und den Diskussionen in Fokus-Gruppen die Möglichkeit auch individuelle Fragen zu stellen und offen über die Themen sprechen zu können. Letztlich gab es während des Abendessens die Möglichkeit sich informell auszutauschen und weiter über mögliche Aktivitäten und Herzensangelegenheiten zu sprechen. Das Community Event hat wieder aufgezeigt, dass es wichtig ist, Räume zu schaffen, die sicher sind, um Themen zu diskutieren, die im Alltag oft keinen Platz finden und damit im Stillen weiter praktiziert werden. Die Community TrainerInnen konnten durch das Community Event ihrer Arbeit Nachdruck verleihen und viele Menschen erreichen. Weiblicher Genitalverstümmlung und Früh- und Zwangsverheiratung wurde einmal mehr der Kampf angesagt!

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für das tolle Engagement der Community TrainerInnen und bei allen, die gekommen sind.

Stand: 03.2022

 

 

 

 

 


Our first Community Event was very successful!

On the 26th of March 2022, the CHAIN Community Trainers met and invited members of their communities to talk about female genital mutilation (FGM) and early and forced marriage (EFM).

At the Pan Africa Restaurant in Neukölln, Community Trainers talked about their work within the CHAIN project, challenges and achievements. It is still difficult to reach some members of the communities and to talk with them about the negative consequences of continuing with these harmful practices. Their offers of sensitization activities, such as the Behaviour Change Activities (BCAs) or the event last Saturday, are low-threshold meetings to exchange and discuss issues, fears and hopes regarding gender-based violence, especially FGM and early and forced marriage. It was considered a success that more and more men are speaking out against FGM and EFM. Their support is essential, as patriarchal practices can only be overcome together. The strength of those women who are survivors of these practices was highlighted and the importance of empowering them was stressed. The around 25 participants formed a very heterogeneous group in terms of age, education/profession, and origin. What united them all was the desire to learn more about the practices and to find opportunities to engage in exchange. The Community Event offered this opportunity not only through the inputs of the Community Trainers, but also in group discussions where individuals could ask questions and talk openly about the topics. Finally, during dinner, there was the possibility to exchange informally and to talk further about possible activities and matters of the heart. The Community Event demonstrated once again that it is important to create spaces that are safe to discuss topics that are often casted aside in everyday life and thus continue to be practiced quietly. Through the Community Event, the Community Trainers were able to raise awareness for their work and to reach out to a lot of people. Once again, the fight against female genital mutilation and early and forced marriage was declared!

Again, we would like to sincerely thank the Community Trainers for their great commitment and all those who came.

Status 03.2022